Zweiter Halbmarathon

Am Sonntag bin ich meinen zweiten Halbmarathon in einem Rennen gelaufen. Die Distanz habe ich schon oft im Training absolviert, aber nie so schnell wie in diesem Rennen, soviel seit schon mal verraten. Im vergangenen Jahr habe 1:46:35 Stunden für die rund 21,1 Kilometer lange Strecke durch den Osten von Hamburg benötigt, was einer Pace von 5,01 Minuten pro Kilometer entspricht. Damals war ich bei etwa Kilometer 17 langsamer geworden. Ich hatte mir deshalb in diesem Jahr das Ziel gesetzt, die Strecke in unter 1:45 Stunden zu bewältigen. Ich musste daher dieses Jahr eine Pace von unter fünf laufen, was ich mir im Vorfeld nicht vorstellen konnte, denn im Training habe ich das nur ganz knapp auf kurzen Distanzen wie über sechs Kilometer geschafft.
So ging es am Sonntag in die Wandsbeker Marktstraße, wo das Wetter besser war als erwartet: Zwischenzeitlich sollte es mal vormittags viel regnen, doch davon war zum Glück keine Spur. Es gab wechselnde Bewölkung und auch der angekündigte Wind war noch nicht da. Um kurz nach zehn Uhr bin ich auf die rund 21,1 Kilometer lange Strecke gegangen. Ich war anfangs sehr schnell unterwegs, so dass mir irgendwann die Pacemaker für 1:45 Stunden zu langsam waren. So habe ich die überholt und konnte bis einschließlich Kilometer 16 eine Pace von unter 5 Minuten je Kilometer halten. Da hatte ich noch eine Durchschnittspace von 4:51 Minuten, Hammer. Ich malte mir schon aus, dass es eine richtig gute Zeit werden würde und ich die 1:45 Stunden locker unterbieten würde.
Doch dann kam doch wieder der Einbruch: Für Kilometer 19 brauchte ich 5:10 Minuten. Die nächsten Kilometer waren kaum besser und die Beine wurden sehr schwer. Trotzdem konnte ich auf den letzten Metern, da ist leider noch eine gemeine Steigung dabei, mein Tempo noch einmal etwas steigern und kam dann mit 1:44:05 Stunden auf der Uhr ins Ziel. Damit habe ich meine Zielzeit, unter 1:45 Stunden zu bleiben, doch recht locker unterboten, auch wenn die letzten drei Kilometer hart waren. Ich war damit sehr zufrieden, auch wenn ich zwischenzeitlich sogar auf ein besseres Ergebnis gehofft hatte. Aber dieses Ergebnis war schon top und ich hatte die Vermutung, dass dies mein schnellster Halbmarathon gewesen sein könnte und ich es in Zukunft ruhiger angehen lasse. Aber mal schauen, wie es mit meiner Fitness weitergeht.
Was ich vermutlich optimieren kann, ist mein Training. Ich mache das im Moment ganz nach Lust, Laune und Zeit, einem Trainingsplan folge ich nicht. Aber da liegt vermutlich der Unterschied. Wohlwissend, dass ich nie mit dem Sieger konkurrieren werde, der für mich unglaubliche 1:10 Stunde brauchte, sind vermutlich ein paar Minuten Verbesserung noch drin. Ob ich das aber als wirkliches Ziel anpeile, wird die Zukunft zeigen.

